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Abschied von unserem Pfarrer GR Mag. Johann Kurz

 

Am Montag, den 31. August 2020, endete die Amtszeit unseres geschätzten Pfarrers, GR Mag. Johann Kurz, die mit der Amtseinführung am 4. September 2010 begonnen hatte.

Auf seinen Wunsch hin und um seinem Nachfolger, Mag. Dr. Rainer Hangler, einen gleitenden Übergang zu ermöglichen, beging die Pfarre Ebbs bereits am 15. August mit dem Kirchenpatrozinium auch den Abschiedsgottesdienst. Nur ein weiteres Mal, anlässlich eines Begräbnisses, feierte er, in Konzelebration mit dem künftigen Pfarrer, mit uns vor dem 31. August noch einmal einen Gottesdienst.

Pfarrer Kurz wurde am 13. Mai 1950 in Westendorf geboren und wuchs dort mit 3 Geschwistern behütet auf.

Die erste Berufswahl zeigte noch nicht seinen eigentlichen Hang zu Gebet, Frömmigkeit und Dienst am Menschen. Möglicherweise durch das Vorbild seines Ortspfarrers Josef Viehhauser, seinem späteren Vorgänger in Ebbs, aber auch durch die kontemplativen Stunden, die sein Beruf eines Aufsichtsjägers mit sich brachten, reifte in ihm seine eigentliche Berufung.

Nach der Berufsreifeprüfung begann er mit Begeisterung das Theologiestudium in Salzburg und wurde am 29. Juni 1983 dort von Erzbischof Dr. Karl Berg zum Priester geweiht. Sein erstes heiliges Messopfer feierte er in seiner Heimatgemeinde Westendorf, deren Pfarrkirche dem Hl. Nikolaus geweiht ist. Bestimmung oder nicht: Die Nikolauskirche am Ebbser Buchberg auf seiner letzten Station als Pfarrer lag ihm wohl nicht von ungefähr so sehr am Herzen.

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Nach seinen Kooperatorenjahren (von 1983 bis 1986 in Saalfelden, von 1986 bis 1989 in St. Johann in Tirol) wirkte er von 1989 bis 1996 als Seelsorger in Bruckhäusl und Angath und von 1996 bis 2010 als Pfarrer von Altenmarkt im Pongau.

Seit September 2010 wirkte er segensreich in den Pfarren Ebbs und Walchsee.

Seine seelsorglichen Dienste in den beiden Pfarren bei unzähligen Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten, Herz-Jesu-Freitagskommunion- und Versehgängen sowie Begräbnissen erfüllte er mit der ihm eigenen Einfühlsamkeit, darüber hinaus schätzte die Bevölkerung seine zuvorkommende und herzliche Art bei so manchen Begegnungen.

Ein Herzensanliegen war unserem Herrn Pfarrer die Renovierung von St. Nikolaus. Das Kirchenjuwel erstrahlt nun nach erfolgter Außenrenovierung, die er initiierte und tatkräftig begleitete, wieder weithin als Blickfang im unteren Inntal.

Ein weiteres Anliegen war es ihm, seine beiden Pfarren näher zusammen zu bringen. So gab es meist mehrmals pro Jahr gemeinsame Sitzungen der beiden Pfarrgemeinderäte. Außerdem geht auf seine Initiative die Erstellung eines gemeinsamen Pfarrbriefes zurück, was in beiden Pfarren sehr gut angekommen ist.

Anlässlich seines 70. Geburtstages am 13. Mai 2020 sollte ihm für seine Verdienste der Ehrenring der Gemeinde Ebbs überreicht werden. Auf Grund der herrschenden Pandemiesituation und der zu diesem Zeitpunkt noch massiv eingeschränkten Bewegungsfreiheit wurde ihm an seinem Geburtstag von einer kleinen Gemeindeabordnung die Zuerkennung des Ehrenringes kundgetan in der Hoffnung, diesen beim geplanten Abschiedsgottesdienst am 15. August überreichen zu können.

Auf die Pandemie, welche die letzten Monate des Wirkens unseres Herrn Pfarrers in Ebbs überschattete, sei hier nicht näher eingegangen. Die großen Feste wie Ostern, Pfingsten und Fronleichnam aber mit einer nur minimalen Anzahl an Gläubigen feiern zu können und auch den Abschied in der Kirche mit Einschränkungen erleben zu müssen, wird nicht nur unserem scheidenden Herrn Pfarrer, sondern allen, denen er und die Pfarre am Herzen liegen, in dauerhafter Erinnerung bleiben.

Im Rahmen des Kirchenpatroziniums mit Kräuterbüschelsegnung konnte schließlich der Ehrenring von Bürgermeister ÖkR. Josef Ritzer in gebührender Weise übergeben werden.

Dabei dankte er dem Herrn Pfarrer nicht nur für seine seelsorglichen Dienste in Ebbs im allgemeinen, sondern insbesondere auch für seinen Einsatz zum Wohle der Menschen im Altenwohnheim.

Der Pfarrgemeinderatsobmann, Dr. Felix Strasser, sprach ebenfalls seinen Dank aus für alle sichtbaren Dienste, die noch dazu jeweils in zwei Pfarren zu bewerkstelligen waren, aber vor allem auch für alles, was im Verborgenen geschah und vielleicht zeitweise auch unbedankt geblieben war.

Eingehend auf die Abschiedspredigt, in der uns der Herr Pfarrer auf eine Bergwanderung, symbolisch für unser Leben, mitnahm, überreichte ihm der Obmann einen Fotoband mit Bildern der vergangenen zehn Jahre mit dem Hinweis, der Herr Pfarrer habe uns Ebbser auf die Wanderung mitgenommen und viele Mitglieder der Pfarre gingen nun, wenn er die Bilder betrachte, tatsächlich mit ihm mit.

Nach dem Gottesdienst und der Ehrung warteten schließlich die Vereine fast vollzählig in der Kaiserbergstraße und marschierten, angeführt von der Bundesmusikkapelle Ebbs, mit dem Herrn Pfarrer und seinen Konzelebranten, Pfarrer Leitner und Dechant Mag. Michael Blassnigg, zum Schulpark, wo ihm noch einmal von den Ministranten, dem Trachtenverein und den Schützen ihre Aufwartung gemacht wurde und auch alle Teilnehmer die Möglichkeit hatten, sich vom Herrn Pfarrer persönlich zu verabschieden.

Den Ruhestand wird Pfarrer Kurz mit seiner Haushälterin Hilda Kaufmann, der ebenfalls unser größter Dank und Respekt gebührt, in der Wildschönau, genauer gesagt in Auffach, verbringen. Dort wird er, wie Herr Pfarrer Leitner seit Jahren in Ebbs, Walchsee und darüber hinaus, überall dort, wo er gefragt wird, seine seelsorglichen Dienste weiterführen.

So danken wir unserem geschätzten Herrn Pfarrer noch einmal für alles, was er im Dienst an uns und seinen Pfarren   geleistet hat und wünschen ihm noch viele Jahre in Gesundheit, damit er noch möglichst lange das sein kann, was seine Berufung war und ist: nämlich Priester!

(Text: Dr. Felix Strasser, Bilder: Fam. Dr. Strasser und Anton Geisler, alle Ebbs)

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